Maklerrecht
Der Makler kann von einer Gesellschaft keine Provision verlangen, wenn auch unter Einschaltung einer dritten Person kein Maklervertrag zustande gekommen ist. Hat eine Person erklärt, für eine Gesellschaft tätig zu sein, die Interesse an einem Objekt habe, und hat er einem Makler eine Visitenkarte übergeben und wurde der Ehemann der Geschäftsführerin der Gesellschaft daraufhin mit dem Verkäufer der Immobilie einig, so kann der Makler von der Gesellschaft nicht die Zahlung von Provision verlangen. Ein Maklervertrag wäre in dieser Konstellation nur zustande gekommen, wenn die Person einerseits im Namen der GmbH aufgetreten wäre und andererseits Vertretungsmacht gehabt hätte. Auch eine Duldungsvollmacht kann nicht angenommen werden, wenn nicht ersichtlich ist, dass die GmbH Kenntnis von einem – unterstellten – Auftreten der Person als Vertreter bei dem Abschluss eines Maklervertrages gehabt haben soll.
OLG Düsseldorf, 12.08.2011, Az. I-7 U 104/10 Sachverhalt Der Makler bekommt hinsichtlich eines im Internet angebotenen Objektes Kontakt zu einerPerson, die Interesse am Objekt zeigt. Der Makler weist unter Bezugnahme auf seineProvisionsforderung das Objekt nach. ... Mehr dazu
Unterschreibt der Kaufinteressent bei einer Besichtigung des Objektes eine „Nachweis-Besichtigungs-Bestätigung“ kommt zwischen ihm und dem Makler ein wirksamer (Nachweis-)Maklervertrag zustande.
OLG Bamberg, Urteil 19.08.2012, Az. 6 U 9/11 Sachverhalt Der Maklerkunde besichtigt mit dem Makler ein von diesem angebotenes Objekt. Der Kundeunterzeichnet im Verlauf der Besichtigung eine ihm vom Makler vorgelegte „Nachweis-Besichtigungs-Bestätigung“. Nach Abschluss des ... Mehr dazu
Die Bemessung des Wertersatzes bei Widerruf eines Geschäftes über Maklerleistung
a. Die Bemessung des Wertersatzes, den der Verbraucher nach dem wirksamenWiderruf eines Teilzahlungsgeschäfts über Maklerleistungen für die bis dahinempfangenen Dienste des Unternehmers schuldet, richtet sich nicht nachdem vertraglich vereinbarten Entgelt, sondern nach dem objektiven Wertdieser ... Mehr dazu
Maklerlohnanspruch unter einer Bedingung
LG Wiesbaden, Urteil vom 16.12.2010, Az. 9 O 198/10 Ein Maklerlohnanspruch entsteht erst mit Bedingungseintritt, wenn der Hauptvertrag untereiner aufschiebenden Bedingung abgeschlossen wurde, es sei denn, es ist ausdrücklich eineanderweitige Vereinbarung getroffen. Die provisionspflichtige Nachweis- ... Mehr dazu
Falsche Angabe des Baujahres im Exposé Wann haftet ein Grundstücksmakler für eine Falschangabe des Immobilienbaujahres in seinem Exposé?
AG Mannheim, Urteil vom 13.01.2011, Az. 3 T 273/11 Mit dieser Frage hat sich das Amtsgericht Mannheim in seinem Urteil vom 13.01.2011,Aktenzeichen 3 T 273/11, auseinander gesetzt. Im Exposé hatte die Maklerfirma das Baujahrmit „ca. ... Mehr dazu
Eine falsche Angabe des Immobilienbaujahrs im Exposé führt nicht zur Verwirkung des Maklerlohns.
Hinsichtlich des Maklerlohns liegt das für die Anwendung des Verwirkungsgedankens erforderliche außergewöhnliche Gewicht des Vertragsverstoßes nur vor, wenn der Makler seine Treuepflicht gegenüber dem Auftraggeber in mindestens einer dem Vorsatz nahe kommenden, grob leichtfertigen Weise ... Mehr dazu
Makler-Vertragsabschluss auch über Internetanzeige des Maklers?
BGH, Urteil vom 03.05.2012, III ZR 62/11 Mit großer Spannung ist die jetzt brandaktuelle Entscheidung des BGH vom 3.5.2012 (III ZR62/11) zu der bislang heftig umstrittenen Frage, ob ein auf einer Internetseite vorhandenerProvisionshinweis bereits ein ... Mehr dazu
Auf Wahrsagerinnen ist kein Verlass Muss künftig ein Grundstücksmakler seine Kaufinteressenten danach befragen, wie sie den vorgesehenen Kaufpreis belegen wollen und können? Sozusagen „von Amts wegen“?
OLG Stuttgart, 07.12.2011, Az. 3 U 135/11 Grundsätzlich ist diese Frage von der Rechtsprechung beantwortet: Nicht ohne Auftrag desVerkäufers oder nur dann, wenn es beim Makler Anhaltspunkte dafür gibt, dass derInteressent gar nicht in der ... Mehr dazu
Auskunft eines Maklerverbandes bei fehlender Vereinbarung eines Berechnungsmaßstabes kein geeigneter Beweisantritt
BGH, Beschluss vom 19.01.2012, V ZR 141/11 Eine vertragliche Erklärung über die Größe der Wohnfläche bedarf der Auslegung, wenn einkonkreter Berechnungsmaßstab nicht vereinbart worden ist. Der Begriff der Wohnfläche istdann unter Berücksichtigung der Verkehrssitte zu ... Mehr dazu
Zur Laufzeit eines Allein-Auftrages Ist im Makler-Alleinauftrag eine unbegrenzte Laufzeit vorgesehen, ist diese Regelung unabhängig davon, ob es sich um einen Formularvertrag handelt oder um eine Individualvereinbarung, unwirksam. Folge der Teilunwirksamkeit ist ausnahmsweise nicht die Gesamtunwirksamkeit des Vertrages, sondern eine Reduktion auf eine nach billigem Ermessen angemessene Dauer. Diese kann bei sechs Monaten liegen.
LG Hamburg, Urteil 20.01.2012, Az. 304 O 241/11 Sachverhalt Der Verkäufer unterschreibt am 03.01.2008 einen Makler-Allein-Auftrag, in dem es wie folgtheißt: „Der Allein-Auftrag läuft bis zum endgültigen Verkauf des Objektes und ist zeitlichunbegrenzt.“ Der Verkäufer ... Mehr dazu