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Breiholdt Voscherau
Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
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20354 Hamburg

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Vollmacht (PDF)



Eine Wohnung ist nicht bezugsfertig, wenn das Gesamtbauvorhaben noch eine Großbaustelle ist
OLG Hamm, vom 20.05.2007 - 24 U 150/04-

Zwischen den Parteien eines Bauträgervertrages kommt es immer wieder zu Streitigkeiten darüber, ob der Kaufgegenstand bezugsfertig ist oder nicht. Diese Frage kann von entscheidender Bedeutung insoweit sein, als der Erwerber mit Bezugsfertigkeit und damit Abnahmefähigkeit auf Verlangen des Bauträgers zur Abnahme der Wohnung bzw. des Hauses verpflichtet ist.
Zur Beurteilung der Bezugsfertigkeit eines Hauses kommt es auf den Bautenstand des gesamten Hauses an. Dementsprechend bestimmt sich die Bezugsfertigkeit einer Wohnung auch darüber, dass sie in zumutbarer Weise zugänglich ist. Zwingend erforderlich ist dafür zumindest die Fertigstellung des Treppenhauses. Die zur Herstellung der Bezugsfähigkeit notwendigen Arbeiten außerhalb der Wohnung dürfen unter Würdigung ihres Umfangs und der dafür erforderlichen Dauer die Nutzungsmöglichkeit, welche vertraglich vorausgesetzt ist, nur unerheblich beeinträchtigen. Damit ein Vorhaben "weitgehend fertig gestellt" ist, muss bei einem größeren Bauprojekt ¾ der Bauleistung erbracht worden sein. Ist dies nicht der Fall, kann eine Fristsetzung zur Fertigstellung entbehrlich sein. Zur Einhaltung einer angemessenen Frist kann u.a von dem Bauträger verlangt werden, die Zahl der auf dem Bau tätigen Arbeitskräfte erheblich anzuheben.


Rechtsanwaltin Ricarda Breiholdt, Hamburg
Breiholdt & Voscherau Immobilienanwälte




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